
19. Ein typischer Familien Sonntag in Paraguay oder?
- Steffi Semla
- 12. Dez. 2025
- 3 Min. Lesezeit
Heute ist Sonntag. Familientag. Und wir sind bei einer paraguayischen Familie eingeladen. Natürlich haben wir Essen vorbereitet, damit wir nicht mit leeren Händen dastehen. Aber Moment mal – wir kränkeln alle! Diesmal nicht nur Chris, sondern auch Lars und ich. Ich schiebe es immer noch auf die Klimaanlage im Hostel, die wir bekanntlich nicht abstellen konnten. Wie dumm! Jetzt plagen uns Halsschmerzen, Kopf- und Gliederschmerzen sowie Fieber. Na bravo – ausgerechnet heute! Niemand hat die Kraft, sich durch den Familien-Sonntag zu schleppen. Damit wir uns nicht noch schlimmer fühlen, beschließen wir, zu Hause zu bleiben.
Also dackele ich hoch zu Moni und frage nach einer Medizin, die uns wieder auf die Beine bringen könnte. Schweren Herzens teile ich ihr mit, dass wir alle drei flachliegen und nicht mitkommen werden. Och, das tut mir echt leid! Ich bitte Moni, unser Essen mitzunehmen und uns bei der Familie zu entschuldigen.
Zurück bei den Jungs: Es wird gehustet, gejammert und geschnieft. Ein kleiner Lichtblick? Moni kommt noch mal kurz vorbei, bevor sie losfährt, und bringt uns eine kleine Krankenverpflegung – extra für uns gebackene Waffeln, die leicht zu kauen und zu schlucken sind. Wie süß! 😊 Wenigstens darüber freue ich mich. Wir wünschen ihr viel Spaß und verziehen uns wieder ins Bett.
Den ganzen Tag verbringen wir damit, einfach nichts zu tun – und auch das ist mal schön. Keine Gespräche, keine Geschichten… einfach nur sein! Ein chilliger Sonntag im Paradies – trotz Fieber. 🤒
Als Moni zurückkehrt, wollen wir natürlich alles wissen: Wie war es? Was haben sie gesagt? Und natürlich entschuldige ich uns noch einmal – ich wäre wirklich gern dabei gewesen! Moni erzählt uns von der „Ältesten“ der Familie, von der Flusstour, vom Essen. Wow! Was für eine Geschichte! Wir sitzen noch eine Weile im Quincho zusammen, tauschen Anekdoten aus, und währenddessen schreibe ich parallel mit Lilis Spa – natürlich über Google Übersetzer und WhatsApp. Lach – neue Art, einen Termin zu vereinbaren! 😂 Übrigens läuft hier alles per WhatsApp. Und tatsächlich: Es klappt! Ich bekomme einen Termin für morgen und bin jetzt schon gespannt.
Heute huschen wir alle etwas früher ins Bett als sonst. Morgen gibt’s wieder Action.
Next Day! Friseur-Tag! Ich bin schon total aufgeregt – Yeah, endlich! 🥳
Und dann das: Aaaaaahhhhhh! Das Auto springt nicht an! Ich bin fassungslos. Das darf doch jetzt nicht wahr sein! Kurze Panik, dann Plan B – Moni fährt mich netterweise nach Caacupé.
08:00 Uhr – Puhhh, Glück gehabt! Trotz allem noch pünktlich.
Kaum angekommen, geht es direkt los: Haare waschen – gefühlt 100 Mal, mit Kopfmassage! Wie geil ist das denn bitte? Ich schmelze dahin, könnte glatt einpennen. Aber ich bin viel zu nervös, ob das mit meinen Händen/Füßen erklären und dem berühmten Google Übersetzer funktioniert.
Insgesamt verbringe ich rund 3,5 Stunden mit Café con Leche und einem Google-Übersetzer-Plausch mit Lilly. Ich fühle mich fantastisch – wie ein Model! Am Ende bezahle ich 1,5 Millionen GS – etwa 160 Euro für die komplette Behandlung: Haare waschen, Haarverlängerung (richtig lang!), Föhnen und Locken eindrehen.

Ich verabschiede mich, will gerade los – und dann fällt mir ein: Mist! Ich bin ja ohne Auto hier!
Ich versuche, Moni zu erreichen – vergeblich. Oh nö. Nicht das auch noch heute! Sylvia ist in Asu unterwegs und kann nicht helfen. Aber sie hat natürlich eine Idee! Sie gibt mir die Nummer von Miri und Matthias – ich soll die mal kontaktieren, die holen mich sicher ab oder haben eine andere Lösung. Ich muss lachen – verrückte Sylvia! Die kennt immer jemanden. 😂😉
Doch bevor ich das tun kann, meldet sich Moni und macht sich auf den Weg. Glück gehabt! Kurze Zeit später sitzen wir im Auto und fahren nach Hause.
Dann kümmern wir uns ums Auto. Moni hatte Recht – es ist die Batterie. Ich rufe Mike, unseren Autovermieter, an. Er reagiert sofort, schickt Frederico mit einer neuen Batterie vorbei. Sie wird eingebaut – und der Wagen läuft wieder! Läuft wie Butter auf warmem Toast.
Nach dem ganzen hektischen Chaos fahre ich noch einkaufen. Dietrich, Ulrike und die Kinder kommen später vorbei. Wir wollen gemeinsam kochen und freuen uns riesig, die beiden wiederzusehen. Ein Abend voller neuer Ideen und Geschichten! Dietrich und Ulrike berichten von ihrer Mangoernte – die läuft leider nicht so glatt, wie sie es sich gewünscht hätten. Aber das hält uns nicht davon ab, weiter zu spinnen und uns auszutauschen.
Wer hat an der Uhr gedreht? Ist es wirklich schon so spät?
Auch Paulchen macht mal Feierabend. Wie es weitergeht? Keine Frage – wir sehen uns wieder.
Bis zum nächsten Mal – bleibt gesund! ✨



Kommentare